Neubau einer Produktionshalle in Knittlingen – Innovativer Schlüsselfertigbau
3. Juni 2024
Von Jana Eberle

Einen Partner und alles aus einer Hand? Dann sind Sie hier bei der HS Bau und Baumaterialien Vertriebs GmbH genau richtig.

 

Genau diesen Ansatz hatte auch die WEBER Paletten & Verpackung in Person von Herr Matthias Weber.

Nach dem der Produktionsstandort in Hohenklingen der Weber Verpackungen und Paletten zu klein für die hochwertige Industrieverpackungsproduktion aus Holz wurde, entschied sich die Firma zu expandieren. Neuer Standort ist das Industriegebiet Zeppelinstraße in Knittlingen.

Aufgrund der hohen Auslastung war es allerdings nicht möglich, dass sich der Bauherr selbst um die baulichen Aufgaben kümmert. Und genau hier kamen die HS Bau und Baumaterialien Vertriebs GmbH ins Spiel. Wir koordinieren das Bauliche, Sie können sich auf Ihre Aufgaben konzentrieren.

Federführend sind wir, beginnend mit der Genehmigungsphase, für die gesamte Projektplanung verantwortlich. Der Fokus lag dabei von Anfang an auf der Einhaltung des Gesamtbudgets. Aufgrund der geopolitischen sehr angespannten Lage, die starke Auswirkungen auf die Materialpreise hatte, war das alles andere als eine einfache Aufgabe. Im Gegenteil, das Projekt konnte schlussendlich nur aufgrund der fairen, partnerschaftlichen und sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit realisiert werden.

 

Baubeschreibung

Verwirklicht wird eine Produktionshalle mit Sozialtrakt und Büroräumen. Die insgesamt 1.500 qm bebaute Fläche teilt sich in einen 350 qm großen überdachten Außenbereich, der als Stell- und Lagerfläche dient. Die Büro- und Sozialräume umfassen rund 250 qm. Der Technikraum umfasst ca. 50qm. Die übrigen 950 qm stellen die spätere Produktionsfläche für die Industrieverpackungen aus Holz dar.

Bauseitige Anforderungen an das Bauwerk war eine Hybridkonstruktion aus Stahlbeton und Holz, damit sich der alltägliche Arbeitsrohstoff einerseits am Produktionsstandort wiederspiegelt und andererseits eine Wohlfühlatmosphäre entsteht. Des Weiteren erfüllt die Halle den KfW 40 EE Standard und bedingt somit auch einen Baukostenzuschuss.

Maßgeblichen Einfluss auf die Erfüllung des gewünschten Energiestandards besitzt neben der Gebäudehülle die Heiztechnologie.

Mittels einer installierten Absaugtechnik werden aus der Verpackungsproduktion entstehenden Sägeabfälle in eine Hackschnitzelanlage transportiert. Im Winter werden diese für Heizzwecke verfeuert, und der Überschuss in einer Brikettier-Maschine zu wertvollem Heizmittel verpresst. Sollte längere Zeit keine Holzreste anfallen kann auf Zukauf von Pellets umgeschaltet werden.

So stellt die Weber Verpackungen einen wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Umgang mit den Produktionsabfällen sicher, sondern sorgt für einen energetisch nahezu optimalen Wärmegewinnungskreislauf.

Darüber hinaus sorgt eine Betonkernaktivierung im Produktionsbereich im Winter wie auch im Sommer für angenehme Arbeitsbedingungen.

 

Bauablauf

Nachdem bereits aus dem Jahre 2021 ein genehmigter Bauantrag vorlag, mussten wir diesen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wirtschaftlich optimieren, damit das Baubudget eingehalten werden konnte. Hierzu haben wir mit unseren Architekten und dem Statik Büro mh Baustatik aus Bretten die bestehenden Planunterlagen unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Gesichtspunkten und den alltäglichen Produktionsablauf von Herrn Weber untersucht. Daraufhin wurden die Bauantragsunterlagen angepasst und eine entsprechende Tektur zur Nachgenehmigung im Oktober 2022 eingereicht.

Offizieller Baustart der Erdarbeiten war dann im März 2023. Zunächst mussten rund 6.500 Tonnen Erdmaterial angefahren, verbessert und eingebaut werden. Am tiefsten Punkt hatten wir ca. 5 m Auffüllhöhe, das eine besonders sorgfältige und gewissenhafte Einbringung des Erdmaterials bedingt. Nach den Einbauarbeiten mussten unterhalb der späteren Stahlbetonstützen Brunnenfundamente auf den natürlich gewachsenen Untergrund hergestellt werden, damit die Hallte später ein einheitliches Setzungsverhältnis aufweist. Nur so können spätere Risse aufgrund unterschiedlicher Spannungsverhältnisse in der Bodenplatte und im Gebäude selbst vermieden werden.

Die Rohbauarbeiten starteten parallel zu den Erdarbeiten, da der Fertigstellungstermin durch den Hallenbauer vorgegeben wurde. Die Fa. Haas Fertigbau GmbH aus Falkenberg ist mit der Erstellung der Gebäudehülle aus Sandwichpaneelen und dem Holzbinder-Tragsystem beauftragt. Aufgrund der großen Vorlaufzeiten war dieses Gewerk maßgebend für den Bauablauf.

Im Rohbau haben wir auf unsere langjährigen Partner gesetzt. So haben die Baustoffe die Fa. Wertheimer, die Betonfertigteile die Fa. Wertheimer Betonfertigteile geliefert. Das Transportbetonwerk Mühlacker war zuständig für die Lieferung des Betons. Insgesamt wurden rund 2.000 Kubikmeter Beton und 190 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.

Die Rohbauarbeiten waren im Juni 2023 insoweit abgeschlossen, dass die Fa. Haas Ihre Gebäudehülle bauen konnte. Im Anschluss daran wurde die Bodenplatte in witterungsgeschützten Bedingungen gegossen.

 

Die Ausbauarbeiten im Büro- und Sozialtrakt begannen im September 2023. Auch hier haben wir auf unsere langjährigen Partner gesetzt, die wir aufgrund ihrer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Projektsinne sehr schätzen. Die Fa. Ritter GmbH aus Lomersheim sorgte für die elektrischen Installationen. Die Maler- und Stuckateursarbeiten übernahm die Fa. Egler aus Knittlingen. Den Estrich hat die Fa. Jungmann aus Sulzfeld eingebaut. Die Fa. Eckert sorgte für die gewünschten Oberflächen im Fliesenbereich. Für die Funktionsfähigkeit der Heizungs- und Sanitäranlage ist die Fa. Endres und Pfersching aus Bretten verantwortlich.

Da die neuen Produktionsmaschinen bereits zum November 2023 geliefert wurden, mussten die Außenanlagen parallel zu den Ausbauarbeiten starten. Diese Arbeiten haben wir mit unserem eigenen Personal ausgeführt. Die zugehörige Planung haben wir ebenfalls hausintern, in enger Abstimmung mit dem Bauherrn, erarbeitet.

Seit Mitte März 2024 ist die gesamte Produktionsstätte mit ausreichend Fläche in Betrieb.

An dieser Stelle danken wir allen am Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit, insbesondere bei unserem Bauherrn Herr Weber und dessen Vertrauen in unsere Arbeit.

Wir wünschen der WEBER Paletten & Verpackung eine erfolgreiche Zukunft und sind uns sicher, dass der Grundstein hierfür mit dem Bau des neuen Standorts gelegt wurde.

 

HSBAU Mühlacker Logo an der Wand

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